Bahn will veraltete Stellwerke modernisieren
Er verlor bei dem Zugunglück von Aichach seine Mutter: Daniel Scheerer gibt nicht dem Fahrdienstleiter die Schuld, sondern der Bahn. Sie lasse Personal mit veralteter Stellwerkstechnik allein.
Das soll sich nun ändern.
Was hat die Bahn verändert seit dem Zugunglück von Aichach?
Am 7. Mai sind in Aichach zwei Züge zusammengestoßen. Zwei Menschen sind dabei gestorben, viele wurden verletzt. Der Sohn einer 73-Jährigen, die bei dem Unfall ums Leben gekommen ist, verlangt seither von der Bahn, die Technik zu verbessern.
So geht es einem Hinterbliebenem nach dem Aichacher Zugunglück
Vor genau einem Monat sind bei dem schweren Zugunglück in Aichach der 37-jährige Lokführer und eine 73-jährige Passagierin ums Leben gekommen. Daniel, der Sohn der getöteten Frau, versucht den Verlust zu verarbeiten.
Die Untersuchungen zum Unfallhergang sollen Ende August abgeschlossen sein. Aktuell wird gegen den Fahrdienstleiter ermittelt. Daniel nimmt ihn in Schutz und kritisiert stattdessen die veraltete Technik der Bahn.
Bayern 1 Schwaben Interview
Herr Werner Bader hat mich am Dienstag überzeugt, das Versprechen an meine Familie, am Mittwoch alle Termine erledigt zu haben und ab Donnerstag ganz für sie da zu sein, zu brechen. Ich hoffe, sie werden es mir eines Tages nachsehen.
Angelika Schneiderat hat mir diesmal aus dem BR Studio Schwaben in Augsburg Fragen zu den menschlichen Aspekten gestellt und die Technik, deren EBA Zulassung der Bahn als Persilschein für die Vernachlässigung ihrer regionalen Strecken dient, hintenangestellt.
Herzlichen Dank an sie und den BR – Bayerischer Rundfunk, dass sie das seit 20 Jahren schwelende Thema in der jüngst betroffenen Region Schwaben nochmal aufgegriffen haben.
Es scheint so, als fühlten sich die politisch Verantwortlichen, allen voran Herr Andreas Scheuer im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, überhaupt nicht zuständig für die Bahn. Ich wette, wenn der Bundesminister sich das erste Mal doch genötigt sieht, Stellung zu nehmen, wird er auf die Verantwortung des Aufsichtsrats des Deutsche Bahn Konzerns verweisen, in die er nicht hineinregieren möchte.
Merken Sie was? Am Ende ist immer sichergestellt, dass nur die 300.000 Eisenbahner an der Basis dieser Verantwortungspyramide persönliche Konsequenzen für die inzwischen unsäglichen Arbeitsbedingungen bei der Bahn tragen.
Eine Schande für uns alle hier in Deutschland, die wir nicht länger widerspruchslos hinnehmen!
Bleibt abzuwarten, ob meine bundesweiten Gelegenheiten mehr Reaktionen provozieren können, als die regionalen, die ich hiermit ausgeschöpft habe. Bis es so weit ist, bedanke ich mich für Ihre Begleitung und Unterstützung meiner kleinen Spontan-Initiative bis zu diesem Punkt. Ich wünsche Ihnen allen ein erholsames Pfingstwochenende und vor allem den Kindern eine schöne Ferienzeit.
SAT.1 Bayern Interview
Danke an Stefanie Bauer und ihr Team. Sie haben mir mein erstes Mal leicht gemacht.
Antenne Bayern Interview
Wolfgang „Leiki“ Leikermoser am 15.5.2019 kurz nach 07:00 in seinem „Guten Morgen Bayern“ Interview mit mir: „Daniel, ich werde mich dafür einsetzen, dass deine Worte auch dort landen, wo die Verantwortlichen sitzen. Jeder von uns, der in einen Zug bei uns in Bayern steigt […], jeder muss sicher von A nach B kommen. Ich versprech‘ dir eins. Ich werde mich ab heute genau darum kümmern, dafür steh‘ ich mit meinem Namen und dafür steht ANTENNE BAYERN.“